Über Cape Times

Benjamin Rüggeberg

Mein Abenteuer in den Einzelhandel begann Anfang 2007, als meine Frau aus beruflichen Gründen von Kapstadt nach Berlin ziehen musste. In Kapstadt war ich im Bau- und Renovierungsgeschäft tätig, aber ehrlich gesagt nicht unzufrieden über die Aussicht, "etwas Neues zu beginnen".

Von klein auf war meine Leidenschaft die Innenarchitektur und als Kind liebte ich es, Möbel nicht nur in meinem Zimmer, sondern auch zusammen mit meiner Familie (meine Mutter und ich teilen die gleiche Leidenschaft) in unserem großen Haus außerhalb von Johannesburg zu bewegen. Diese Leidenschaft hat nicht abgenommen und bis heute verbringe ich so manchen Sonntag in unserem Haus nördlich von Berlin und spiele mit Ideen für die Renovierung des Hauses. Es muss immer noch eine Leidenschaft sein, denn plötzlich ist kein Sofa zu schwer, um sich an einem Sonntagmorgen vor meinem ersten Kaffee alleine im Haus zu bewegen.

Als meine Frau Ende 2006 einen Umzug nach Deutschland vorschlug, kam mir sofort die Idee, ein Ladengeschäft mit nachhaltig produzierten Einrichtungsgegenständen aus Südafrika zu eröffnen. Ich wusste nicht, was vor mir lag. Auf unserer Abschiedsreise durch Südafrika im Januar 2007 begannen wir mit dem Kauf und der Bestellung von Produkten von Lieferanten, die von mittelständischen Herstellern bis hin zu lokalen Handwerkern reichen, die in traditionellen Kraals in den nordöstlichen Ecken von Kwazulu-Natal arbeiten und leben. Nach 5.000km war unser Kombi bis zum Rand gepackt und ich war pleite!

Die nächste Herausforderung stellte sich.... Alle diese Produkte mussten nach Berlin verschifft werden - eine Stadt, die ich als Tourist nur einmal kurz besucht hatte. Ich fand einen Spediteur in Kapstadt und mit deren Hilfe packte ich einen halben 20ft Container mit all meinen Gütern. Es kamen 15 Kubikmeter Lagerbestand, von Bilderrahmen aus Altholz über flippige Reisetaschen und handgefertigte Tischwäsche aus Simbabwe bis hin zu wunderbarer handgefertigter Keramik von George, Olivenöl aus der Karoo und schließlich gutem südafrikanischen Wein!

Während der Bestand also mit einem Containerschiff auf dem Atlantik nach Norden fuhr, flogen wir nach Berlin, fanden eine Wohnung, meine Frau begann ihren neuen Job und ich ging hektisch durch die Straßen Berlins und suchte nach einer Verkaufsfläche. Zwei Wochen später fand ich einen wunderschönen kleinen 50 qm großen Laden im trendigen Prenzlauer Berg. Eine weitere Woche später kam der Container an, und ich hatte den Mietvertrag noch immer nicht unterschrieben, schaffte es aber, die Maklerin davon zu überzeugen, den Vermieter davon zu überzeugen, mich in der Zwischenzeit meinen Bestand in der Fläche lagern zu lassen. Die Maklerin war fantastisch.... sie und ihr Mann halfen mir sogar, den LKW bei strömendem Regen mitten in der Nacht zu entladen!

Unkonventioneller hätte der Start nicht sein können. Außerdem hatte ich absolut keine Ahnung vom Einzelhandel oder der deutschen Bürokratie.

Ich öffnete endlich die Türen zu meinem Laden und voila, eine Kundin kam herein. Und sie wollte sogar etwas kaufen! Glücklicherweise hatte sie Erfahrung im Einzelhandel und erklärte mir, wie mein EC-Gerät funktioniert.... Ich hatte vergessen, mich damit vertraut zu machen.

Mehr als zehn Jahre später hat sich bei Cape Times viel verändert und entwickelt und verändert und entwickelt sich weiter. Ich habe das physische Einzelhandelsgeschäft 2016 geschlossen, um mich auf das zu konzentrieren, was zum Schwerpunkt des Geschäfts geworden ist.... Großhandel. Im Laufe der Jahre habe ich als Aussteller viele Messen besucht, aber nie wirklich die eine Messe gefunden, die für mich gut funktionierte. So habe ich 2019 zusammen mit zwei Partnern eine Online-Messe namens MTMfair gestartet. Ziel ist es, dass alle wunderbaren Hersteller von nachhaltig produziertem Interieur und Lifestyle rund um den Globus ihre Waren einem internationalen Fachpublikum von Einzelhändlern, Innenarchitekten und Beschaffungsagenturen präsentieren können.

Während sich der Online-Shop bei Cape Times weiter entwickelt, ist MTMfair ein wichtiger Bestandteil meines täglichen Geschäfts geworden.

Ich freue mich über Ihren Besuche auf capetimes.de